Warum es manchen Frauen als Single einfach besser geht

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Kati Kürsch

Seit Wochen wird debattiert, ob Feminismus die Liebe kaputt gemacht hat. Vollkommener Quatsch, finden wir. Nicht nur, weil es den einen Feminismus™ nicht gibt, sondern weil auch hier wieder mitschwingt, dass Beziehungen für Frauen das Allerwichtigste im Leben sind. 

Warum du als Single sogar besser dran sein könntest, erklären wir dir hier.

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1. Du kannst dich mehr um dich selbst kümmern

Beziehungen können sehr erfüllend sein, aber verbrauchen auch einiges an Ressourcen. 

Damit ist nicht nur die Zeit gemeint, die du mit dem Partner verbringst, sondern auch die sogenannte Beziehungsarbeit, die teilweise einfach anstrengend ist und sehr zermürbend sein kann. 

Das gilt vor allem dann, wenn du mehr investierst als dein Partner oder deine Partnerin. Anders (lies: kapitalistisch) ausgedrückt: Beziehungen sind High-Risk-Anlagen, während du eher ein Sparbuch bist – und das ist voll okay.

2. Konventionen? Egal!

Ab einem gewissen Alter häufen sich die Fragen nach deinem Beziehungsstatus, Hochzeitsplänen und Kinderwunsch. Du wurdest so sozialisiert, dass das alles für dich ganz natürlich, den gesellschaftlichen Normen entsprechend und deswegen erstrebenswert ist. 

Aber – vorausgesetzt es ist so – willst du eine Beziehung mit Trips zu IKEA (inkl. filmreifen Streitereien) und Sonntagsbrunch überhaupt, oder willst du sie nur, „weil man das halt so macht“ und du eine Gesellschaft ohne dieses Ideal gar nicht kennst? 

„Will ich das wirklich oder will ich das nur, weil man mir von klein auf gesagt hat, dass ich das zu wollen habe?“ ist übrigens auf alle Lebensbereiche übertragbar. 

Als Single kannst du dich besser auf dich selbst konzentrieren und rausfinden, was du tatsächlich willst. 

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3. Du kannst es sowieso nicht richtig machen

Wenn wir schon bei Konventionen und den Erwartungen der Gesellschaft sind: Du kannst dieses Spiel nicht gewinnen. 

Du bist als Single glücklich? Irgendwas stimmt mit dir nicht. Du musst doch eine Beziehung wollen! 

Du wünschst dir eine Beziehung? Oh Gott, schlimm, diese Frauen, die ohne einen Typen (natürlich wird da ausschließlich an heterosexuelle romantische Zweierbeziehungen gedacht, alles andere gibt es nicht) einfach nicht klar kommen. 

Besonders schön ist auch, dass Männern beigebracht wird, Beziehungen seien das Ende ihrer Freiheit und ihr Leben sei vorbei, sobald sie nicht mehr Single sind. Danke für nichts, liebe Gesellschaft.

4. Du solltest dich nicht über deinen Beziehungsstatus definieren

Um auf die Debatte über Feminismus und Liebe zurückzukommen: Nein, Feminismus hat die Liebe nicht zerstört, aber er hat Frauen gezeigt, dass sie sehr viel mehr sind als die Partnerin von X – nämlich in erster Linie eine eigene Persönlichkeit, die keine „bessere Hälfte“ braucht. 

Du bist genug, egal ob in einer Beziehung oder nicht. Punkt. Stell dich an die erste Stelle. Alles andere ergibt sich dann schon von allein.

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Zeig allen, dass ein Single zu sein keine Krankheit ist.

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Titelbild via Stocksnap

Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Feeling, in dem sich alles um Liebe, Gefühle, Freundschaft und Sex dreht. So wie in diesen Artikeln: